kardial implantierte elektronische Geräte
intraoperative Komplikationen
elektromagnetische Interferenzen v.a. bei monopolarem Kautern
- Überwahrnehmung: Unterdrückung einer Stimulation durch SM
- bei ICD fälschlich als Kammerflimmern wahrgenommen
- Risiko steigt mit abnehmendem Abstand von Kauter und Aggregat
- ggf. Umprogrammierung und Magnetauflage notwendig
Oversensing
Fehlerhafte Wahrnehmung von extra- oder intrakardialen Signalen als Vorhof- oder Ventrikelaktivität, was zu inadäquater Therapieabgabe (im Falle eines ICD) oder -unterdrückung führen kann.
Undersensing
Unzureichende Wahrnehmung intrakardialer elektrischer Signale, obwohl diese im Myokard auftreten.
Exit Block
Die Reizschwelle steigt derart an, dass auf abgegebene Stimulationsimpulse keine adäquate Reizantwort mehr erfolgt.
Umprogrammierung
- CRT-D
- kabellose Schrittmachern
- ICD und Elektrochirurgie
- ICD und Elektrochirurgie
Magnetauflage
- Bei transvenösen Schrittmachern ohne Schrittmacherabhängigkeit: Magnet bereithalten, nur auflegen bei Verdacht auf EMI
- Bei transvenösen Schrittmachern mit Schrittmacherabhängigkeit: Magnet auflegen
- Bei ICD (ohne Schrittmacherabhängigkeit) ohne präoperative Umprogrammierung: Magnet auflegen
- Kenntnis, wie das Gerät auf Magneten reagiert (z. B. bei ICD: Deaktivierung der Schockfunktion)
- Achtung: Der Magnet deaktiviert nicht das Pacing!
Management von Komplikationen
Magnetauflage
- SM: versetzt meistens in asynchronen Stimulationsmodus V00/A00 Modus
- ICD: Deaktivierung der antitachykardie Funktionen
- bei kabellosen Schrittmachern oder CRT-D nicht automatisch asynchroner Modis
Bradykarder Puls + Symptomatik / Instabilität
- Magnet auflegen
- medikamentös: z.B. Adrenalin
- externes/ transvenöses Pacing
Tachykarder Puls + Symptomatik / Instabilität
- Magnet auflegen --> Besserung = Schrittmacherbeteiligung
(Inadäquate) Schockabgabe durch ICD
- Magnet auflegen --> ICD-Funktion wird deaktiviert
- falls adäquate Schocks: Therapie der Rhythmusstörung
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