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interskalinärer Plexus

Ziel Nerven

  • InterscalenärerInterscalenärer Plexus (Proximaler [[Plexus brachialisbrachialis]] ohne C8 und Th1 Fasern)
  • N. subclavius
  • N. suprascapularis
  • N. thoracicus longus
  • N. dorsalis scapulae

Indikationen

Operationen/ Analgesie fürfür Eingriffe/ Schmerzen an Schulter, laterale Clavicula, Oberarm und Ellenbogen

  • Claviculafraktur mediales oder laterales Drittel (immer kombiniertes Verfahren)
  • Humeruskopffraktur
  • Arthroskopie
  • Schulterluxation

spezielle Kontraindikationen

  • Bestehende kontralaterale [[Phrenicusparese]] 
  • Bei respiratorisch stark eingeschränkteneingeschränkten Patienten genaue Indikationsstellung
  • Katheterverfahren nur außerhalbaußerhalb des OP-Feldes

Anatomie

Ziel ist die Infiltration des Plexus ca. auf HöheHöhe C6/7. Als Landmarke kann hierfürhierfür der Ringknorpel dienen. Im Regelfall ist es 2-5 cm oberhalb der Clavicula. Die ScalenuslückeScalenuslücke liegt topographisch leicht dorsolateral des Musculus sternocleidomastoideus. Der Sternocleidomastoideus ist meistens recht prominent zu erkennen und bei leicht zur kontralateralen Seite gedrehtem Kopf gut als Orientierung zu nutzen.

Sonoanatomie

Sonographisch sollte der Schallkopf im mittleren Drittel der Clavicula aufgesetzt werden, führtführt man den Schallkopf nun nach kranial, erscheint im Schallfenster bei Kippen des Schallkopfes nach thorakal die Arteria subclavia, die der Pleura aufliegt. Lateral der Arterie lässtlässt sich der Plexus brachialis in supraclaviculärersupraclaviculärer Position darstellen. Ist dieser sicher identifiziert, so kann er durch Kippen des Schallkopfes und sanftes Vorrutschen nach kranial bis in die interskalenäreinterskalenäre Position verfolgt werden. In der Tiefe zeigt sich meist ein Knochenschatten, der dem Processus transversus C7 entspricht. Medial an der OberflächeOberfläche zeigen sich laterale Anteile des Sternocleidomastoideus, darunter gelegen der schmale Musculus scalenus anterior und weiter lateral der meist etwas prominentere Musculus scalenus medius. Die beiden Scalenusmuskeln bilden die ScalenuslückeScalenuslücke und werden von einer Faszie bedeckt, die nicht zwingend visualisiert, jedoch bei der Out-of-Plane-Technik zwingend durchstochen werden muss. Am Oberrand der ScalenuslückeScalenuslücke lassen sich jetzt die Nervenfasern von C5, darunter die meist zweigeteilten Fasern von C6 und in der Tiefe, in NäheNähe zum Processus transversus, die prominenten C7 Fasern darstellen. Medial der C7 Faser findet man manchmal die Arteria und Vena vertebralis.

CAVE: Es gibt beim interskalenäreninterskalenären Plexus brachialis häufighäufig anatomische Variationen. Die Nervenfasern von C5 könnenkönnen durchaus im M. scalenus medius oder außerhalbaußerhalb der ScalenuslückeScalenuslücke verlaufen. ![[unnamed.png]]ISK1 ![[unnamed 1.png]]ISK 2

  • GrünesGrünes Rechteck: Plexus brachialis in der vorderen Scalenuslücke,Scalenuslücke, von vorne nach hinten C5, C6 und C7
  • ACI: A. carotis interna
  • VJ: V. jugularis interna
  • SCM: M. sternocleidomastoideus
  • SA: M. scalenus anterior
  • SM: M. scalenus medius
  • ProT: Processus transversus von einem HalswirbelkörperHalswirbelkörper

möglichemögliche Komplikationen

  • Verteilung des LokalanästhetikumsLokalanästhetikums überüber die Halsfaszie zum Nervus phrenicus und dessen Parese mit Zwerchfellhochstand, insbesondere bei größerengrößeren Volumina und Blockaden von medial
  • Verteilung des LokalanästhetikumsLokalanästhetikums überüber die Halsfaszie zum sympathischen Grenzstrang und [[Ganglion stellatum]] mit [[Horner-Syndrom]], hauptsächlichhauptsächlich bei größerengrößeren Volumina und Blockaden von medial
  • [[Pneumothorax]]
  • Verletzung von großengroßen HalsgefäßenHalsgefäßen
  • Anatomische Variante mit zweigeteiltem C6, wobei ein Teil dorsal oder lateral des M. scalenus medius verläuftverläuft

DurchführungDurchführung

Sonographie nach dem oben genannten Schema. Den Plexus immer von supraclaviculärsupraclaviculär nach interscalenärinterscalenär schallen, um Verwechslungen zu vermeiden. Im Hals befinden sich viele im Sono ähnlichähnlich erscheinende Strukturen, sodass ein standardisiertes und an der Anatomie orientiertes Vorgehen obligat ist.

Nach Identifikation der ScalenuslückeScalenuslücke und der Fasern von C5 und C6 (C7 ist nicht zwingend zu visualisieren) werden die Nervenfasern mittig eingestellt, sodass die Markierung am Schallkopf an der lateralen Seite des Plexus liegt. Nun erfolgt die Nadelpenetration der Haut ca. einen Zentimeter oberhalb der Markierung. Der Nadelvorschub wird nach Standardvorgehen durchgeführt,durchgeführt, bis die Nadelspitze am lateralen Oberrand des Plexus zu sehen ist. AnschließendAnschließend wird die Nadel abgeflacht und die Penetration der Halsfaszie erfolgt unter Sicht. In den meisten FällenFällen ist das Durchstechen deutlich zu spüren.spüren. Nach der Penetration erfolgt eine Probeinfiltration. Ist die Lage der Nadelspitze durch die Infiltration bestätigt,bestätigt, kann die Single-Shot-Blockade beginnen bzw. die Kathetereinlage erfolgen. Ein weiterer Vorschub der Nadel ist nicht notwendig, da sich das LokalanästhetikumLokalanästhetikum innerhalb der ScalenuslückeScalenuslücke um die Fasern verteilt. LokalanästhetikamengenLokalanästhetikamengen überüber 15 Milliliter sind wegen möglichermöglicher Umverteilung und Nebenwirkungen zu vermeiden.

Vorteile

  • Infolge der proximalen Blockade sind die Nerven N. subclavius, N. suprascapularis, N. thoracicus longus und N. dorsalis scapulae mit blockiert, was Operationen an der Schulter möglichmöglich macht, aber auch die Reposition einer Schulterluxation erleichtert

Nachteile

  • Sonographisch häufighäufig erschwert. Komplikationen sind bei ungeübtenungeübten Anwendern/Anwenderinnen häufigerhäufiger
  • Katheter kann im OP-Feld sein

Quelle: https://pin-up-docs.de/2025/08/15/foamed-die-regionalanaesthesie/