Skip to main content

Hochrisiko EKGs

Zusammenfassung

Hyperakute T-Wellen

Breite, hohe T-Wellen (teils T≥R), bei akuter Ischämie noch vor den „typischen“ ST-Hebungen. Typische breitbasige Parabel-Form mit teils diskreten ST-Senkungen/-Hebungen. DD Hyperkaliämie (eher spitz/ zeltförmig): Unbedingt rasche BGA!

Hauptstamm EKG

  • isolierte ST-Hebung in aVR mit ausgeprägten Senkungen in mind. 6 Ableitungen
  • Patientn wirken oft kritisch krank

Kann auch bei schwerer 3-GE-KHK oder als TYP-II-Infarkt bei z.B. Anämie, Sepsis oder akutem Schock auftreten.

De-Winter Zeichen

  • Prominente T-Wellen V1-V6, aszendierende ST-Senkung ≥1mm.
  • kann persisitirend oder intermittierend auftreten

Wellens-Zeichen

  • Typ A: Biphasisches T in V2/3
  • Typ B: Tief invertiertes T über der Vorderwand

Shark-Fin-Zeichen

  • Verschmelzung von QRS und ST bei massiver ST-Hebung

Linksschenkelblock - Sgarbossa-Kriterien

Vorraussetzung

  • Neuer Linksschenkelblock (bei bekanntem Vor-EKG)
  • Veränderte Morphologie bei bekanntem Block (vgl. Vor-EKG)
  • Linksschenkelblock mit positivem Sgarbossa-Kriterium

Sgarbossa-Kriterien

  • Konkordante ST-Hebung ≥1mm in beliebiger Ableitung
  • Konkordante ST-Senkung ≥1mm in V1-V3
  • Diskordante ST-Hebung ≥1mm (mind. 25% der S-Zacke)

Auch beim Schrittmacher-EKG mit LSB-Morphologie können die Sgarbossa-Kriterien evtl. hilfreich sein, hier gilt Kriterium 2 jedoch für V1-V6.

Rechtsschenkelblock

  • Rechtsschenkelblock mit Hebung --> normaler Rechtsschenkelblock hebt nicht

Semi-STEMI

  • Diskrete, (noch) nicht signifikante ST-Hebungen mit kontralateralen ST-Senkungen bei typischer Klinik.

Quellen: https://www.notfallguru.de/leitsymptome/skills/ekg#hochrisiko