Anästhesie Bookstack

Testbuch für Obsidiansync

SOPs


SOPs

Sitzende Lagerung

Blutdruckmanegement

MAD (cerebral) = MAD (Herzhöhe) - 0,75 x Strecke Herz - Gehörgang

-> MAD ca. 20 - 25 mmHg höher als sonst halten (85 - 90 mmHg)

Weitere Maßnahmen:

SOPs

SOP Allgemeinanästhesie

Präoperative Vorbereitung:

Präoxygenierung:

Narkoseeinleitung:

nach Narkoseeinleitung:

Atemwegssicherung:

Narkoseaufrechterhaltung:

Narkoseausleitung:

SOPs

RSI

Indikationen

modifizierte RSI

Crush-Intubation ("echte RSI")

Vorgehen

Generell:

modifizierte RSI:

Crush-Intubation

SOPs

Prämedikation

Anamnese

Risikoevaluation

Eingriffsbezogenes Risiko:

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250715222405.png

kardiovaskuläres Risiko:

Schlaganfallrisiko

Risiko für pulmonale Komplikationen

Risiko für Delir/POCD

körperliche Untersuchung

Apparative Diagnostik

EKG und Biomarker

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250715222301.png

Labor

TTE

Doppler-Sonographie der Halsgefäße

Bildgebende Ischämiediagnostik

-> Myokardszintigraphie, Stressechokardiographie

pulmonale Diagnostik

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250716133626.png

Perioperativer Umgang mit Dauermedikation

Kreislaufwirksame Pharmaka
Betablocker weitergeben
Calciumantagonisten weitergeben
Diuretika absetzen, Ausnahme: bei fortgeschr. chron. Niereninsuffizienz
ACE-Hemmer/AT1-Antagonisten absetzen
bei peripherer RA weitergeben
weitergeben bei linksventr. Dysfunktion
Sacubitril/Valsartan weitergeben
Ivabradin weitergeben
Digitalis weitergeben
Statine weitergeben
Antidiabetika
SGLT2-Inhibitoren (Dapagliflozin) Risiko: euglykäme Ketoazidose
niedriges OP-Risiko -> 48 h Pause
mittleres/hohes OP-Risiko -> 72 h Pause
GLP1-Analoga (Exenatid, Liraglutid o.ä.) Risiko: verzögerte Magenentleerung, Aspiration
kurzwirksam: 1 Tag vorher absetzen
langwirksam: letzte Gabe > 7 Tage
Metformin Risiko: Laktatazidose
niedriges und mittleres Risiko: am Vorabend absetzen
hohes Risiko: 48 h vorher absetzen
KM-Gabe: 24-48 h vorher absetzen
Sulfonylharnstoffe, Glitazone, Gliptine weitergeben
Insuline
- konv. Therapie
- intensivierte Insulintherapie
- Langzeitinsulin

50 % der Dosis am OP-Morgen
am OP-Tag Basalinsulin ohne Bolusgabe
ggf. Dosisreduktion um 50 % am Vorabend (hohes Hypoglykämierisiko, große OP)

Gerinnungwirksame Medikation -> nach Aussage operative Fachdisziplin

Psychopharmaka
MAO-Hemmer
- irreversibel


- reversibel

wenn möglich 14 d prä-OP absetzen. Falls nicht möglich: Kontraindikation für Pethidin, Tramadol, Akrinor (als CAVE auf dem Protokoll vermerken)
am Vortag pausieren
Trizyklische Antidepressiva weitergeben
SSRI/SNRI weitergeben
Lithium enge ther. Breite, Akkumulation bei Niereninsuff.
kleinere Eingriffe: Pause am OP-Tag, Spiegelbestimmung empfehlen
große Eingriffe: 72 h prä-OP pausieren, RS Neurologie/Spiegelbestimmung
Neuroleptika weitergeben
Antikonvulsiva weitergeben
Parkinsonmedikation weitergeben
weitere Medikamente
Corticosteroide weitergeben, bei Dosis > Cushing-Schwelle -> Subtstitution perioperativ
Analgetika/Coanalgetika weitergeben
SOPs

Periphere Regionalanästhesie

Dosierungen:

Maximaldosierungen beachten!

Nadeln:

Dokumentation:

SOPs

PDK zur Geburt

Vorbereitung

Medikamente:

Durchführung

Probleme

single-Shot Spinalanästhesie

SOPs

PDK für operative Eingriffe

Indikationen:

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250709154256.png

Kontraindikationen

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250709154333.png

Vorgehen bei der Anlage des Katheters

Komplikationen bei der Durchführung

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250709154413.png

Intraoperatives Vorgehen

SOPs

Gerinnungsmanegement

Akute Blutung - Vorgehen

  1. Hilfe holen!
  2. Tranexamsäure 1 g als KI, 1g über 8 h (20 mg/kg)
  3. bei Hb < 6 mg/dl Beatmung mit 100 % Saurstoff
  4. Rahmenbedingungen optimieren
    • Normothermie
    • pH > 7,2
    • Calcium hochnormal halten (> 1,1 mmol/l in der BGA) -> 20 ml Ca-Glukonat (= 2,26 mmol) als frakt. Bolus
  5. Fibrinogengabe empirisch 4 - 8 g (25-50 mg/kg)
  6. PPSB- Gabe empirisch (20-40 I.E/kg, min. 3600 I.E.)
  7. Labordiagnostik
    • Blutbild
    • Gerinnung
    • Fibrinogen, F XIII
    • TEG

Zielwerte:

Weiteres:

SOPs

Geriatrische Patienten in der UCH

Monitoring

Narkoseführung:

Postoperativ:

SOPs

Elektive Sectio

Kategorien

Präoperativ

Elektive Allgemeinanästhesie

Einleitung:

Narkoseaufrechterhaltung

Spinalanästhesie

-> Standardverfahren zur elektiven Sectio

Kontraindikationen:

Absolut:

➢ Ablehnung durch Schwangere trotz Risikoaufklärung ➢ Gerinnungsstörungen (Quick < 50%, PTT > 50 sec., Thrombozyten < 50 Tds/nl ➢ Infektionen an der Punktionsstelle

Relativ:

➢ Wirbelsäulendeformitäten ➢ Voroperationen an Wirbelsäule, neurologische Erkankungen, hier genaue Dokumentation der neurologischen Defizite präoperativ; Rücksprache mit OA

Besonderheiten:

➢ Plazenta praevia, Plazentationsstörung: Anlage einer SPA im Sitzen oder Linksseitenlage je nach möglicher mechanischer Kompression durch Kindskopf möglich, Rücksprache mit Geburtshelfer ➢ HELLP: SPA möglich, wenn Thrombozyten > 70 Tsd/nl und Laborwert nicht älter als 2 h (Cave: Beachte Dynamik des Thrombozytenabfalls!)

Durchführung

Periduralanästhesie

-> bei liegendem Katheter zur sekundären Sectio

Nach Abnabelung:

nach OP-Ende

SOPs

Apnoeische Oxygenierung

Patientengruppen

Vorgehen

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

kardial implantierte elektronische Geräte

Quelle: Update zum perioperativen Umgang mit kardial implantierten elektronischen Geräten | Die Anaesthesiologie | Springer Nature Link

intraoperative Komplikationen

elektromagnetische Interferenzen v.a. bei monopolarem Kautern

Oversensing

Fehlerhafte Wahrnehmung von extra- oder intrakardialen Signalen als Vorhof- oder Ventrikelaktivität, was zu inadäquater Therapieabgabe (im Falle eines ICD) oder -unterdrückung führen kann.

Undersensing

Unzureichende Wahrnehmung intrakardialer elektrischer Signale, obwohl diese im Myokard auftreten.

Exit Block

Die Reizschwelle steigt derart an, dass auf abgegebene Stimulationsimpulse keine adäquate Reizantwort mehr erfolgt.

Umprogrammierung

Magnetauflage

Management von Komplikationen

Magnetauflage

Bradykarder Puls + Symptomatik / Instabilität

Tachykarder Puls + Symptomatik / Instabilität

(Inadäquate) Schockabgabe durch ICD

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Stillzeit

Stillende Patientin

Definition und Mechanismen

Anästhetika und Muttermilch

Anästhesiemanagement

!Anästhesie/Anästhesie bei Begleiterkrankungen/Bilder und Anhänge/Pasted image 20251031202317.png !Anästhesie/Anästhesie bei Begleiterkrankungen/Bilder und Anhänge/Pasted image 20251031202325.png

Empfohlene Lektüre

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Schwangerschaft

#Begleiterkrankung #Schwangerschaft

Links: SOP elektive Sectio, SOP PDK zur Geburt

Physiologische Veränderungen

Organsystem physiologische Veränderungen
respiratorisch - Sauerstoffverbrauch (+20%)
- alveoläre Ventilation (+50%)
- Atemfrequenz (+15%)
- Atemzugvolumen (+40%)
- FRC (−20%)
- paO2 (+10%)
- paCO2 (−20%)
kardiovaskulär - Herzzeitvolumen (+50%)
- Herzfrequenz (+20%)
- Schlagvolumen (+35%)
- systemischer Gefäßwiderstand (–20%)
hämatologisch-hämostaseologisch - Blutvolumen (+50%)
- Erythrozytenvolumen (+)
- Plasmavolumen (+)
- Fibrinogen (+)
- Faktor VII, VIII, IX, vWF (+)
- Plasminogen (+)
- Protein C, S (−)
renal - glomeruläre Filtrationsrate (+)
- renaler Plasmafluss (+)
- Osmolalität (−)

[!warning] Merke Aufgrund der erniedrigten FRC und des erhöhten Sauerstoffverbrauchs haben Schwangere während der Narkoseeinleitung eine verminderte Apnoetoleranz.

[!NOTE] Gerinnung Bei einer sorgfältig durchgeführten und dann unauffälligen Schwangerschafts- und Blutungsanamnese sind keine Laboruntersuchungen zur Gerinnung vor rückenmarknahen Regionalanästhesieverfahren erforderlich.

Rechtliches

Generell ist eine Frau auch unter der Geburt aufklärungsfähig, wenn sie in der Lage ist, der Aufklärung zu folgen und die Tragweite ihrer Entscheidung einzuschätzen. Es ist eine ärztliche Abwägung, ob die Patientin aufklärungsfähig ist. Auch wenn die Schwangere bei der Aufklärung im Kreißsaal – z. B. infolge der belastenden Wehentätigkeit – nur als eingeschränkt aufnahmefähig eingeschätzt wird, macht die Rechtsprechung keine besonders strengen Vorgaben. Erleichternd ist in solchen Situationen, wenn eine medizinische Indikationsstellung für das Regionalanästhesieverfahren, z. B. basierend auf der Einschätzung eines Geburtshelfers, vorliegt. Das Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt (2014) weist darauf hin: Wenn die Mutter unter der Geburt nicht mehr über das Legen einer PDA entscheiden kann, ist für die Rechtfertigung des Eingriffs der mutmaßliche Wille der Patientin ausschlaggebend.

geburtshilfliche Analgesie

[!info] Merke Die neuroaxiale Analgesie gilt unabhängig von der Weite des Muttermundes als Goldstandard bei der Linderung des Wehenschmerzes.

geburtshilfliche Anästhesie

Allgemeinanästhesie

Narkoseeinleitung

Hypnotika

[!warning] Merke Zur Awareness Vermeidung ausreichende Dosierung wichtig!

Lagerung

Spinalanästhesie

[!info] Praxistipp Die S1-Leitlinie empfiehlt zur Anlage einer Spinalanästhesie

Eine mögliche Kombination in der täglichen Praxis sind 8–10 mg (1,8–2 ml) Bupivacain 0,5% hyperbar und 5 µg Sufentanil.

Periduralanästhesie

[!info] Praxistipp Ausschluss Katheterfehllage

Vor dem „Aufspritzen“ einer PDA sollte, wenn die Zeit ausreicht, eine intrathekale oder intravasale Fehllage ausgeschlossen werden. Bei einem negativen Aspirationstest mit direkt am Katheter aufgesetzter Spritze zum Ausschluss von Fehllagen eignet sich eine Testdosis von 40 mg Lidocain. Alternativ erfolgt die Gabe einer ersten kleinen Fraktion des Lokalanästhetikums, das für das Aufspritzen (Wirkdosis) intendiert ist, z. B.

Quellen: https://eref.thieme.de/ejournals/1439-1074_2023_10#/10.1055-a-2043-4329

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Nikotinabusus

Der Verzicht auf Zigarettenrauchen für 48 h vor der Operation normalisiert lediglich die Konzentration von CO-Hb im Blut, die Zilienfunktion und Mukusproduktion sind frühestens nach 6- bis 8-wöchiger Abstinenz normal oder erholen sich auch langfristig nicht mehr.

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Myasthenia Gravis

#Begleiterkrankung

Definition

Probleme

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Maligne Hyperthermie

Definition und Pathophysiologie

Lebensbedrohliches Krankheitsbild das durch Triggerfaktoren (volatile Anästhestika, Succinycholin) ausgelöst wird. Es kommt zu unkontrollierten Calciumauschüttung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum und somit zur Stoffwechselentgleisung mit Hyperkaliämie, CK-Erhöhung, Nierenversagen, metaboischer Azidose.

Symptome

Frühsymptome

Spätsymptome

Therapie

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Herzfehler

funktionelle Kategorien

Richtung des Shunts für klinische Präsentation entscheidend. Richtung kann sich nach Narkoseinleitung und bei positiver Druckbeatmung umkehren.

Herzfehler

VSD, ASD, AVSD

Ventrikel-, Vorhof- und kombinierte Septum defekt führen zu einem Links-rechts Shunts. Im Verlauf auftreten einer pulmonal arteriellen Hypertonie mit ggf. Flussumkehr (Eisenmengerreaktion). Beim VSD früher und agsepärgter als beim ASD.

Fallot-Tetralogie

Es besteht primär ein Rechts-links Shunt. Häufigstes zyanotisches Vitium.

  1. VSD
  2. Darüber "reitende Aorta"
  3. Rechtsventrikuläre Ausflusstraktobstruktion (ggf. Valvuläre Pulmonalstenose)
  4. Rechtsventrikuläre Hypertrophie

[!caution] CAVE Abfall des SVR (z.B. Narkoseeinleitung) oder Zunahme des PVR (Stress, Schreien etc) kann ein lebensbedrohlicher hypoxämer Anfall ausgelöst werden.

[!important] Keypoints

  1. Volumenstatus ausgeglichen
  2. PVR, Ausflusstraktobstruktion reduzieren
  3. SVR stabil halten
    • Notfall: abdominelle Kompression, Knie-Brust-Position

Duktusabhängige Herzfehler

Bei verschiedenen Herzfehlern ist entweder die systemische oder pulmonale Perfusion vom Ductus arteriosus botalli abhängig. Dieser muss mittels Prostaglandin Infusion offen gehalten werden.

[!caution] Katecholamine und Sauerstoff tragen nur wenig zur Verbesserung bei! Nur schnelle Intervention hilft:

univentrikuläre Herzen, Glenn- und Fontanezirkulation

[!note] Keypoints

anästhesiologisches Management

[!note] Merke Der Einfluss auf die Gefäßwiderstände ist entscheidend für das hämodynamische Management. PVR und SVR können medikamentös und über die Beatmung beeinflusst werden.

Erwachsene mit Herzfehlern (EMAH)

Einteilung in 3 Gruppen

  1. Geringste Komplexität
    • Einfache korrigierte wie unkorrigierte Herzfehler wie ASD oder kleiner VSD
    • nur minimale Kreislaufschwankungen unter Allgemeinanästhesie zu erwarten
  2. Korrigierte Herzfehler mit normaler Hämodynamik
    • auf Grund jahrelanger Druck- und Volumenbelastung mit residuellen Läsionen wird eine Narkoseeinleitung und Volumenänderungen nicht gut toleriert.
    • interdisziplinär abgestimtes perioperatives Management
  3. Univentrikuläre Kreislaufsituation
    • Überweisung in EMAH-Zentrum
  4. Zyanose, Eisenmenger-Reaktion, pAH
    • Höchstrisikogruppe --> EMAH-Zentrum
Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei pulmonal arterielle Hypertonie

#Begleiterkrankung

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Mitralklappeninsuffizienz

#Begleiterkrankung #Vitien

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (HES)

#Schwangerschaft #Notfall

Eklamptischer Anfall

Hypertensiver Notfall

Medikament Dosierung
Urapidil 5-10 mg i.v., ggf. wiederholen
Nifedipin 5 mg p.o., ggf. nach 20 min wiederholen
Dihydralazin 5 mg iv., ggf. nach 20 min wiederholen
Bei gleichzeitig bestehender Herzinsuffizienz/Lungenödem ggf. 10-20 mg Furosemid i.v. und/oder 0,4-0,8 mg Nitroglycerin s.l.

HELLP-Syndrom

Typisches Labor:

mögliche zusätzliche Klinik

Oberbauchschmerzen, Hypertonie, Übelkeit/ Erbrechen, Kopfschmerzen, Visusstörungen, Ikterus

[!warning] CAVE! Unspezifischer Verlauf. Unter Umständen sehr schnelle Exazerbation. Leberruptur, (intrazerebrale) Blutungen, DIC, Multiorganversagen möglich! Hohe Morbidität und Mortalität

Analgesie und Anästhesie bei HES

[!NOTE] Allgemeinanästhesie Bolus von 0,5 - 1 µg/kg Remifentanil und ggf. 2 g Magnesiumsulfat als Kurzinfusion falls keine Vorbehandlung

[!warning] Cave! Hämodynamische Stabilisierung vor Anästhesiebeginn anstreben! Ggf. überhöhte RR-Werte senken und weiteren RR-Anstieg unter Laryngoskopie und Hautschnitt (Gefahr der ICB!) durch Einsatz von Antihypertensiva und/oder Opioiden bereits zur Einleitung vermeiden!

Quelle: Greve, Susanne, P. Kranke, U. Pecks, D. Schlembach, und T. Girard. „Die neue S2k-Leitlinie ‚Hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft (HES): Diagnostik und Therapie‘ – Was müssen AnästhesistInnen wissen?“ Die Anaesthesiologie 74, Nr. 7 (2025): 446–52. https://doi.org/10.1007/s00101-025-01542-5.

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Aortenklappenstenose

#Begleiterkrankung #Vitien

Narkoseführung

Parameter (Patho)physiologie Anästhesiologisches Vorgehen
Herzrhythmus und -frequenz Der atrialen Ventrikelfüllung kommt bei diastolischer Dysfunktion ein Anteil bis zu 40 % zu, der bei unkoordinierter Aktion von Vorhof und Kammer verloren geht. Tachykardien können durch die Verkürzung der Diastole zu einer eingeschränkten Myokardperfusion führen Erhalt eines niedrig-normalfrequenten Sinusrhythmus
Blutdruck Eine Hypotension führt zu einer eingeschränkten Myokardperfusion. Eine Hypertension führt zu einem erhöhtem Sauerstoffbedarf des Myokards. Beide Zustände können Herzrhythmusstörungen oder Ischämien bedingen Erhalt des präoperativen Blutdrucks (Abweichung bis maximal −20 % tolerieren), Narkoseeinleitung ggf. nach Anlage einer kontinuierlichen Blutdruckmessung sowie unter laufendem Norepinephrinperfusor
Inotropie Ein Verlust der Kontraktilität kann den Auswurf des Ventrikels beeinträchtigen und zu einer Dekompensation führen. Eine Steigerung der Inotropie steigert den Sauerstoffverbrauch und kann bei septaler Hypertrophie ggf. eine subvalvuläre Stenose triggern Cave: Bei der Anwendung von stark negativ-inotrop wirkenden Medikamenten (z. B. β‑Blockern). Vorsichtig titrierter Einsatz bei positiv-inotropen Medikamenten (z. B. Adrenalin), ggf. Echokardiographie
Volumenstatus Bei diastolischer Dysfunktion ist eine adäquate ventrikuläre Vorlast zur ausreichenden Füllung der Kammer erforderlich Einsatz von Echokardiographie zu Evaluation und Optimierung des Volumenstatus. Vermeidung unnötig langer Nüchternzeite

Vermeide

Erhalte

Monitoring

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Aortenklappenstenose

#Begleiterkrankung #Vitien

Narkoseführung

Parameter (Patho)physiologie Anästhesiologisches Vorgehen
Herzrhythmus und -frequenz Der atrialen Ventrikelfüllung kommt bei diastolischer Dysfunktion ein Anteil bis zu 40 % zu, der bei unkoordinierter Aktion von Vorhof und Kammer verloren geht. Tachykardien können durch die Verkürzung der Diastole zu einer eingeschränkten Myokardperfusion führen Erhalt eines niedrig-normalfrequenten Sinusrhythmus
Blutdruck Eine Hypotension führt zu einer eingeschränkten Myokardperfusion. Eine Hypertension führt zu einem erhöhtem Sauerstoffbedarf des Myokards. Beide Zustände können Herzrhythmusstörungen oder Ischämien bedingen Erhalt des präoperativen Blutdrucks (Abweichung bis maximal −20 % tolerieren), Narkoseeinleitung ggf. nach Anlage einer kontinuierlichen Blutdruckmessung sowie unter laufendem Norepinephrinperfusor
Inotropie Ein Verlust der Kontraktilität kann den Auswurf des Ventrikels beeinträchtigen und zu einer Dekompensation führen. Eine Steigerung der Inotropie steigert den Sauerstoffverbrauch und kann bei septaler Hypertrophie ggf. eine subvalvuläre Stenose triggern Cave: Bei der Anwendung von stark negativ-inotrop wirkenden Medikamenten (z. B. β‑Blockern). Vorsichtig titrierter Einsatz bei positiv-inotropen Medikamenten (z. B. Adrenalin), ggf. Echokardiographie
Volumenstatus Bei diastolischer Dysfunktion ist eine adäquate ventrikuläre Vorlast zur ausreichenden Füllung der Kammer erforderlich Einsatz von Echokardiographie zu Evaluation und Optimierung des Volumenstatus. Vermeidung unnötig langer Nüchternzeite

Vermeide

Erhalte

Monitoring

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (HES)

#Schwangerschaft #Notfall

Eklamptischer Anfall

Hypertensiver Notfall

Medikament Dosierung
Urapidil 5-10 mg i.v., ggf. wiederholen
Nifedipin 5 mg p.o., ggf. nach 20 min wiederholen
Dihydralazin 5 mg iv., ggf. nach 20 min wiederholen
Bei gleichzeitig bestehender Herzinsuffizienz/Lungenödem ggf. 10-20 mg Furosemid i.v. und/oder 0,4-0,8 mg Nitroglycerin s.l.

HELLP-Syndrom

Typisches Labor:

mögliche zusätzliche Klinik

Oberbauchschmerzen, Hypertonie, Übelkeit/ Erbrechen, Kopfschmerzen, Visusstörungen, Ikterus

[!warning] CAVE! Unspezifischer Verlauf. Unter Umständen sehr schnelle Exazerbation. Leberruptur, (intrazerebrale) Blutungen, DIC, Multiorganversagen möglich! Hohe Morbidität und Mortalität

Analgesie und Anästhesie bei HES

[!NOTE] Allgemeinanästhesie Bolus von 0,5 - 1 µg/kg Remifentanil und ggf. 2 g Magnesiumsulfat als Kurzinfusion falls keine Vorbehandlung

[!warning] Cave! Hämodynamische Stabilisierung vor Anästhesiebeginn anstreben! Ggf. überhöhte RR-Werte senken und weiteren RR-Anstieg unter Laryngoskopie und Hautschnitt (Gefahr der ICB!) durch Einsatz von Antihypertensiva und/oder Opioiden bereits zur Einleitung vermeiden!

Quelle: Greve, Susanne, P. Kranke, U. Pecks, D. Schlembach, und T. Girard. „Die neue S2k-Leitlinie ‚Hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft (HES): Diagnostik und Therapie‘ – Was müssen AnästhesistInnen wissen?“ Die Anaesthesiologie 74, Nr. 7 (2025): 446–52. https://doi.org/10.1007/s00101-025-01542-5.

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei Mitralklappeninsuffizienz

#Begleiterkrankung #Vitien

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Anästhesie bei pulmonal arterielle Hypertonie

#Begleiterkrankung

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Herzfehler

funktionelle Kategorien

Richtung des Shunts für klinische Präsentation entscheidend. Richtung kann sich nach Narkoseinleitung und bei positiver Druckbeatmung umkehren.

Herzfehler

VSD, ASD, AVSD

Ventrikel-, Vorhof- und kombinierte Septum defekt führen zu einem Links-rechts Shunts. Im Verlauf auftreten einer pulmonal arteriellen Hypertonie mit ggf. Flussumkehr (Eisenmengerreaktion). Beim VSD früher und agsepärgter als beim ASD.

Fallot-Tetralogie

Es besteht primär ein Rechts-links Shunt. Häufigstes zyanotisches Vitium.

  1. VSD
  2. Darüber "reitende Aorta"
  3. Rechtsventrikuläre Ausflusstraktobstruktion (ggf. Valvuläre Pulmonalstenose)
  4. Rechtsventrikuläre Hypertrophie

[!caution] CAVE Abfall des SVR (z.B. Narkoseeinleitung) oder Zunahme des PVR (Stress, Schreien etc) kann ein lebensbedrohlicher hypoxämer Anfall ausgelöst werden.

[!important] Keypoints

  1. Volumenstatus ausgeglichen
  2. PVR, Ausflusstraktobstruktion reduzieren
  3. SVR stabil halten
    • Notfall: abdominelle Kompression, Knie-Brust-Position

Duktusabhängige Herzfehler

Bei verschiedenen Herzfehlern ist entweder die systemische oder pulmonale Perfusion vom Ductus arteriosus botalli abhängig. Dieser muss mittels Prostaglandin Infusion offen gehalten werden.

[!caution] Katecholamine und Sauerstoff tragen nur wenig zur Verbesserung bei! Nur schnelle Intervention hilft:

univentrikuläre Herzen, Glenn- und Fontanezirkulation

[!note] Keypoints

anästhesiologisches Management

[!note] Merke Der Einfluss auf die Gefäßwiderstände ist entscheidend für das hämodynamische Management. PVR und SVR können medikamentös und über die Beatmung beeinflusst werden.

Erwachsene mit Herzfehlern (EMAH)

Einteilung in 3 Gruppen

  1. Geringste Komplexität
    • Einfache korrigierte wie unkorrigierte Herzfehler wie ASD oder kleiner VSD
    • nur minimale Kreislaufschwankungen unter Allgemeinanästhesie zu erwarten
  2. Korrigierte Herzfehler mit normaler Hämodynamik
    • auf Grund jahrelanger Druck- und Volumenbelastung mit residuellen Läsionen wird eine Narkoseeinleitung und Volumenänderungen nicht gut toleriert.
    • interdisziplinär abgestimtes perioperatives Management
  3. Univentrikuläre Kreislaufsituation
    • Überweisung in EMAH-Zentrum
  4. Zyanose, Eisenmenger-Reaktion, pAH
    • Höchstrisikogruppe --> EMAH-Zentrum
Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Maligne Hyperthermie

Definition und Pathophysiologie

Lebensbedrohliches Krankheitsbild das durch Triggerfaktoren (volatile Anästhestika, Succinycholin) ausgelöst wird. Es kommt zu unkontrollierten Calciumauschüttung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum und somit zur Stoffwechselentgleisung mit Hyperkaliämie, CK-Erhöhung, Nierenversagen, metaboischer Azidose.

Symptome

Frühsymptome

Spätsymptome

Therapie

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Myasthenia Gravis

#Begleiterkrankung

Definition

Probleme

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Nikotinabusus

Der Verzicht auf Zigarettenrauchen für 48 h vor der Operation normalisiert lediglich die Konzentration von CO-Hb im Blut, die Zilienfunktion und Mukusproduktion sind frühestens nach 6- bis 8-wöchiger Abstinenz normal oder erholen sich auch langfristig nicht mehr.

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Schwangerschaft

#Begleiterkrankung #Schwangerschaft

Links: SOP elektive Sectio, SOP PDK zur Geburt

Physiologische Veränderungen

Organsystem physiologische Veränderungen
respiratorisch - Sauerstoffverbrauch (+20%)
- alveoläre Ventilation (+50%)
- Atemfrequenz (+15%)
- Atemzugvolumen (+40%)
- FRC (−20%)
- paO2 (+10%)
- paCO2 (−20%)
kardiovaskulär - Herzzeitvolumen (+50%)
- Herzfrequenz (+20%)
- Schlagvolumen (+35%)
- systemischer Gefäßwiderstand (–20%)
hämatologisch-hämostaseologisch - Blutvolumen (+50%)
- Erythrozytenvolumen (+)
- Plasmavolumen (+)
- Fibrinogen (+)
- Faktor VII, VIII, IX, vWF (+)
- Plasminogen (+)
- Protein C, S (−)
renal - glomeruläre Filtrationsrate (+)
- renaler Plasmafluss (+)
- Osmolalität (−)

[!warning] Merke Aufgrund der erniedrigten FRC und des erhöhten Sauerstoffverbrauchs haben Schwangere während der Narkoseeinleitung eine verminderte Apnoetoleranz.

[!NOTE] Gerinnung Bei einer sorgfältig durchgeführten und dann unauffälligen Schwangerschafts- und Blutungsanamnese sind keine Laboruntersuchungen zur Gerinnung vor rückenmarknahen Regionalanästhesieverfahren erforderlich.

Rechtliches

Generell ist eine Frau auch unter der Geburt aufklärungsfähig, wenn sie in der Lage ist, der Aufklärung zu folgen und die Tragweite ihrer Entscheidung einzuschätzen. Es ist eine ärztliche Abwägung, ob die Patientin aufklärungsfähig ist. Auch wenn die Schwangere bei der Aufklärung im Kreißsaal – z. B. infolge der belastenden Wehentätigkeit – nur als eingeschränkt aufnahmefähig eingeschätzt wird, macht die Rechtsprechung keine besonders strengen Vorgaben. Erleichternd ist in solchen Situationen, wenn eine medizinische Indikationsstellung für das Regionalanästhesieverfahren, z. B. basierend auf der Einschätzung eines Geburtshelfers, vorliegt. Das Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt (2014) weist darauf hin: Wenn die Mutter unter der Geburt nicht mehr über das Legen einer PDA entscheiden kann, ist für die Rechtfertigung des Eingriffs der mutmaßliche Wille der Patientin ausschlaggebend.

geburtshilfliche Analgesie

[!info] Merke Die neuroaxiale Analgesie gilt unabhängig von der Weite des Muttermundes als Goldstandard bei der Linderung des Wehenschmerzes.

geburtshilfliche Anästhesie

Allgemeinanästhesie

Narkoseeinleitung

Hypnotika

[!warning] Merke Zur Awareness Vermeidung ausreichende Dosierung wichtig!

Lagerung

Spinalanästhesie

[!info] Praxistipp Die S1-Leitlinie empfiehlt zur Anlage einer Spinalanästhesie

Eine mögliche Kombination in der täglichen Praxis sind 8–10 mg (1,8–2 ml) Bupivacain 0,5% hyperbar und 5 µg Sufentanil.

Periduralanästhesie

[!info] Praxistipp Ausschluss Katheterfehllage

Vor dem „Aufspritzen“ einer PDA sollte, wenn die Zeit ausreicht, eine intrathekale oder intravasale Fehllage ausgeschlossen werden. Bei einem negativen Aspirationstest mit direkt am Katheter aufgesetzter Spritze zum Ausschluss von Fehllagen eignet sich eine Testdosis von 40 mg Lidocain. Alternativ erfolgt die Gabe einer ersten kleinen Fraktion des Lokalanästhetikums, das für das Aufspritzen (Wirkdosis) intendiert ist, z. B.

Quellen: https://eref.thieme.de/ejournals/1439-1074_2023_10#/10.1055-a-2043-4329

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

Stillzeit

Stillende Patientin

Definition und Mechanismen

Anästhetika und Muttermilch

Anästhesiemanagement

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Empfohlene Lektüre

Anästhesie bei Begleiterkrankungen

kardial implantierte elektronische Geräte

Quelle: Update zum perioperativen Umgang mit kardial implantierten elektronischen Geräten | Die Anaesthesiologie | Springer Nature Link

intraoperative Komplikationen

elektromagnetische Interferenzen v.a. bei monopolarem Kautern

Oversensing

Fehlerhafte Wahrnehmung von extra- oder intrakardialen Signalen als Vorhof- oder Ventrikelaktivität, was zu inadäquater Therapieabgabe (im Falle eines ICD) oder -unterdrückung führen kann.

Undersensing

Unzureichende Wahrnehmung intrakardialer elektrischer Signale, obwohl diese im Myokard auftreten.

Exit Block

Die Reizschwelle steigt derart an, dass auf abgegebene Stimulationsimpulse keine adäquate Reizantwort mehr erfolgt.

Umprogrammierung

Magnetauflage

Management von Komplikationen

Magnetauflage

Bradykarder Puls + Symptomatik / Instabilität

Tachykarder Puls + Symptomatik / Instabilität

(Inadäquate) Schockabgabe durch ICD

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Thrombektomie

#Neurologie #spezielleAnästhesie

[!NOTE] in Kürze

Welche Art der Anästhesie

Zielparameter

Blutdruck

CO2

O2

BZ

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Ein-Lungen-Ventilation (ELV)

#Thoraxchirurgie #spezielleAnästhesie

Pathophysiologie

Stufenschema bei Oxygenierungsproblem

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Clipping eines intrazerebralen Aneurysmas

#Neurochirurgie #spezielleAnästhesie

vor Versorgung

kritische Phasen

Besondere anästhesiologische Maßnahmen

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Amputationen

Analgesie beim Amputationen

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Amputationen

Analgesie beim Amputationen

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Clipping eines intrazerebralen Aneurysmas

#Neurochirurgie #spezielleAnästhesie

vor Versorgung

kritische Phasen

Besondere anästhesiologische Maßnahmen

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Ein-Lungen-Ventilation (ELV)

#Thoraxchirurgie #spezielleAnästhesie

Pathophysiologie

Stufenschema bei Oxygenierungsproblem

Anästhesie bei spezifischen Eingriffen

Thrombektomie

#Neurologie #spezielleAnästhesie

[!NOTE] in Kürze

Welche Art der Anästhesie

Zielparameter

Blutdruck

CO2

O2

BZ

Atemwegsmanagment

hämodynamisches Monitoring

Herz-Kreislauf

Komplikationen

Komplikationen

postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)

Risikoscore nach Apfel

Risikofaktor Punktzahl
weibliches Geschlecht 1
Nichtraucher 1
PONV in Anamnese 1
erwartetete postop. Opioidtherapie 1

Eingriffsbezogenens Risiko

Nur für folgende Eingriffe gilt ein erhöhtes Risiko

Therapie

Wirkstoff Dosierung Zeitpunkt Kommentar Rezeptor
Dexamethason 4 mg bei Einleitung Prophylaxe
KI: DM II
Glukokorikoid
Granisetron 1-3 mg Am Ende der OP Prophylaxe/ Therapie
KI: 1. Trimenon der Schwangerschaft
5HT3
Droperidol 0,625-1,25 mg Am Ende der OP Prophylaxe/ Therapie
KI: Morbus Parkinson
D2
Dimenhydrinat 1 mg/kg
(62 mg)
bei weiter bestehendem PONV Therapie
KI: geriatrische Patienten
H1
Die Wirkung von Propofol auf das Auftreten von PONV ist gering und wird meistens überschätzt.
Komplikationen

aortokavales Kompressionssyndrom

Aufgrund eines befürchteten „aortokavalen Kompressionssyndroms“ mit Abfall des Blutdrucks wurden in der Vergangenheit nahezu alle schwangeren Patientinnen prophylaktisch in eine leichte Linksseitenlage gelagert. Allerdings wird die Inzidenz eines relevanten Blutdruckabfalls in flacher Rückenlage auf < 10% geschätzt, d. h. nur ein kleiner Teil der Schwangeren ist überhaupt klinisch betroffen. Als pathophysiologisch ursächlich hierfür wird eine Kompression der V. cava inferior durch den graviden Uterus mit konsekutiver Verminderung des venösen Rückstroms und Abfall des Schlagvolumens angesehen. Für eine direkte Kompression der Aorta, die über viele Jahrzehnte ebenfalls als ursächlich für die beschriebenen Symptome erachtet wurde, fand sich in mehreren MRT-Untersuchungen kein Beleg.

Vor dem Hintergrund, dass nicht alle schwangeren Patientinnen in Rückenlage mit Hypotension, Übelkeit und Schwitzen klinisch auffällig werden, weisen neuere Erkenntnisse darauf hin: Es existiert ein suffizienter Umgehungskreislauf unter Einbezug der V. azygos, der die Okklusion der unteren Hohlvene kompensiert. Dabei stellt die individuelle Kapazität dieses Kollateralsystems den entscheidenden Faktor für die Aufrechterhaltung eines suffizienten venösen Rückstroms zum Herzen dar. Darüber hinaus zeigen aktuelle MRT-Untersuchungen, dass eine tatsächliche Entlastung und Wiedereröffnung der V. cava erst ab 30°-Linksseitenlage auftritt.

Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen gilt es 2 Punkte kritisch zu überdenken: Zum einen sollte anstelle von „aortokavales Kompressionssyndrom“ der Begriff „Supine hypotensive Syndrome“ verwendet werden, um nicht einen falsch verstandenen pathophysiologischen Zustand zu implizieren. Zum anderen sollte das Konzept der ubiquitären und kritiklosen Linksseitenlagerung überdacht werden. Es erscheint sinnvoller, anamnestisch jene Patientinnen zu identifizieren, die tatsächlich unter einem „Supine hypotensive Syndrome“ leiden. Bei diesen Patientinnen kann dann z. B. eine möglichst lange und betonte Linksseitenlage durchgeführt werden, die erst zum Hautschnitt für erleichterte Operationsbedingungen korrigiert wird. Die Durchführung einer Sectio unter Anwendung einer Linksseitenlage, welche die V. cava tatsächlich entlastet, ist nach Auffassung der Autoren undenkbar. Denn im klinischen Alltag werden lediglich Neigungswinkel von 5–10° erzielt bzw. von Operateur und Patientin toleriert.

Quelle: https://eref.thieme.de/ejournals/1439-1074_2023_10#/10.1055-a-2043-4329

Komplikationen

anticholinerges Syndrom

Ätiologie

[!warning] CAVE Insbesondere ältere Patienten weisen oftmals bereits ein grundsätzliches cholinerges Defizit auf! Durch die Einnahme anticholinerg wirkender Substanzen steigt - gerade bei Polypharmazie oder zerebraler Vorschädigung - das Risiko für die Entwicklung eines anticholinergen Syndroms!

Medikamente

Symptome

zentrale Symptome

periphere Symptome

Diagnostik

Diagnosesicherung

Anwendung

^36a4e6

Differentialdiagnosen

[!tip] wegweisender Hinwes

Therapie

[^1]: Fast alle in der Anästhesie eingesetzten Pharmaka wirken (zumeist indirekt) anticholinerg. Es besteht folglich die Gefahr eines zentralen anticholinergen Syndroms mit u.a. akut-kardiovaskulären Symptomen (Tachykardie, arterielle Hypertonie). Durch verschiedene Maßnahmen (Einsatz kurzwirksamer Anästhetika, sowie Verzicht auf Lachgas, auf prophylaktische Atropin-Applikation und auf zusätzliche Sedierung bei Einsatz einer Lokalanästhesie) kann das entsprechende Risiko gesenkt werden.

[^2]: Therapievorschlag: Physostigmin (Anticholium®) 0,03–0,04 mg/kgKG i.v., die Injektion sollte langsam erfolgen mit max. 1 mg/min (sonst Gefahr von Krampfanfällen!); Wirkeintritt nach ca. 3–15 min; Halbwertszeit nur ca. 20–30 min, daher (nach frühestens 20 min) ggf. weiterer Bolus (1-2 mg) oder kontinuierliche Infusion (1-4 mg/h) bis zu klinischen Besserung nötig; bei Kindern maximale Gesamtdosis 2 mg

Komplikationen

Therapie der Hyperkaliämie

#Notfall

Insulin

beta 2 Agonisten

Natriumbikarbonat

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250722132553.png

Komplikationen

Postpunktioneller Kopfschmerz

Quelle: A&I Postpunktioneller Kopfschmerz

Klinik

Diagnosekriterien

Komplikationen

Peripartale Hämorrhagie

Definition

Ätiologie

Labor

Therapie

Komplikationen

Penicillinallergie

Kreuzreaktionen der β-Lactam-Antibiotika

!Bilder und Anhänge/big_686fb1b00254f6.62004848.jpg  Ob eine Person mit gesicherter Sensibilisierung gegen ein β-Lactam-Antibiotikum auch gegen andere Antibiotika dieser Klasse reagiert, hängt vom spezifischen Allergen ab. Selten kommt es zu einer Sensibilisierung gegen den β-Lactam-Ring (z.B. bei schweren kutanen Arzneimittelreaktionen möglich), was eine hohe Kreuzreaktivität gegenüber allen β-Lactam-Antibiotika bedingt. Häufiger richtet sich die Allergie allerdings gegen die Seitenketten des Antibiotikums, wodurch das Reaktionspotenzial bei Substanzen mit ähnlichen oder gleichen Seitenketten hoch ist, bei den anderen β-Lactam-Antibiotika dagegen niedrig.
Die Kenntnis des Kreuzreaktionspotenzials ermöglicht es, sensibilisierten Personen ggf. alternative β-Lactam-Antibiotika zugänglich zu machen. Die Tabelle gibt einen Überblick über die aktuelle Datenlage.

Komplikationen

Lokalanästhetika Intoxikation

#Lokalanästhetika #Notfall

Woraus besteht die Therapie einer Lokalanästhetika Intoxikation?

Wie laufen die Phasen einer Lokalanästhetikaintoxikation ab?

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250716203437.png !Screenshot_20250704_134028 1.jpg

Komplikationen

Knochenzement Reaktion (BCIS)

Quelle: 2019_3_124-133_Knochenzementreaktion Pathophysiologie, Diagnostik und Behandlungsoptionen

Allgemeines

Symptome

Schweregradeinteilung nach Donaldson

Schweregrad Klinik
1. Grades moderate Hypoxie (SpO2 <94%**) oder Hypotension (Abfall des systolischen Blutdruckes **(RRsyst) um >20%)
2. Grades schwere Hypoxie (SpO2 <88%**) oder Hypotension (**Abfall des RRsyst >40%) oder unerwarteter Bewusstseinsverlust
3. Grades Kreislaufversagen mit Notwendigkeit von CPR

Pathophysiologie

Genaue Pathophysiologie bisher nicht geklärt.

Prävention

Differentialdiagnosen

Therapie

Komplikationen

Horner-Syndrom

Symptomkomplex aus

der verschiedene Ursachen haben kann.

Komplikationen

Anaphylaxie

Pathophysiologie

Auslöser

Schweregradeinteilung

Grad Haut und Allgemein Abdomen Atemwege Kreislauf
1 Juckreiz, Flush,
Uritkaria, Angioödem
- - -
2 Nausea, Krämpfe Rhinorhö
Heiserkeit
Dyspnoe
Tachykardie
Hypotension
Arrhythmien
3 Erbrechen, Diarrhö Zyanose
Tachypnoe
Bronchospasmus
Larynxödem
Schock
4 - Atemstillstand Herz-Kreislauf-Stillstand

Therapie

Medikamente

Adrenalin

Histaminrezeptorantagonisten

Kortikosteroide

weitere Medikamente

Nachbehandlung

Überwachung

Diagnostik

Komplikationen

Anaphylaxie

Pathophysiologie

Auslöser

Schweregradeinteilung

Grad Haut und Allgemein Abdomen Atemwege Kreislauf
1 Juckreiz, Flush,
Uritkaria, Angioödem
- - -
2 Nausea, Krämpfe Rhinorhö
Heiserkeit
Dyspnoe
Tachykardie
Hypotension
Arrhythmien
3 Erbrechen, Diarrhö Zyanose
Tachypnoe
Bronchospasmus
Larynxödem
Schock
4 - Atemstillstand Herz-Kreislauf-Stillstand

Therapie

Medikamente

Adrenalin

Histaminrezeptorantagonisten

Kortikosteroide

weitere Medikamente

Nachbehandlung

Überwachung

Diagnostik

Komplikationen

Horner-Syndrom

Symptomkomplex aus

der verschiedene Ursachen haben kann.

Komplikationen

Knochenzement Reaktion (BCIS)

Quelle: 2019_3_124-133_Knochenzementreaktion Pathophysiologie, Diagnostik und Behandlungsoptionen

Allgemeines

Symptome

Schweregradeinteilung nach Donaldson

Schweregrad Klinik
1. Grades moderate Hypoxie (SpO2 <94%**) oder Hypotension (Abfall des systolischen Blutdruckes **(RRsyst) um >20%)
2. Grades schwere Hypoxie (SpO2 <88%**) oder Hypotension (**Abfall des RRsyst >40%) oder unerwarteter Bewusstseinsverlust
3. Grades Kreislaufversagen mit Notwendigkeit von CPR

Pathophysiologie

Genaue Pathophysiologie bisher nicht geklärt.

Prävention

Differentialdiagnosen

Therapie

Komplikationen

Lokalanästhetika Intoxikation

#Lokalanästhetika #Notfall

Woraus besteht die Therapie einer Lokalanästhetika Intoxikation?

Wie laufen die Phasen einer Lokalanästhetikaintoxikation ab?

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250716203437.png !Screenshot_20250704_134028 1.jpg

Komplikationen

Penicillinallergie

Kreuzreaktionen der β-Lactam-Antibiotika

!Bilder und Anhänge/big_686fb1b00254f6.62004848.jpg  Ob eine Person mit gesicherter Sensibilisierung gegen ein β-Lactam-Antibiotikum auch gegen andere Antibiotika dieser Klasse reagiert, hängt vom spezifischen Allergen ab. Selten kommt es zu einer Sensibilisierung gegen den β-Lactam-Ring (z.B. bei schweren kutanen Arzneimittelreaktionen möglich), was eine hohe Kreuzreaktivität gegenüber allen β-Lactam-Antibiotika bedingt. Häufiger richtet sich die Allergie allerdings gegen die Seitenketten des Antibiotikums, wodurch das Reaktionspotenzial bei Substanzen mit ähnlichen oder gleichen Seitenketten hoch ist, bei den anderen β-Lactam-Antibiotika dagegen niedrig.
Die Kenntnis des Kreuzreaktionspotenzials ermöglicht es, sensibilisierten Personen ggf. alternative β-Lactam-Antibiotika zugänglich zu machen. Die Tabelle gibt einen Überblick über die aktuelle Datenlage.

Komplikationen

Peripartale Hämorrhagie

Definition

Ätiologie

Labor

Therapie

Komplikationen

Postpunktioneller Kopfschmerz

Quelle: A&I Postpunktioneller Kopfschmerz

Klinik

Diagnosekriterien

Komplikationen

Therapie der Hyperkaliämie

#Notfall

Insulin

beta 2 Agonisten

Natriumbikarbonat

!Bilder und Anhänge/Pasted image 20250722132553.png

Komplikationen

anticholinerges Syndrom

Ätiologie

[!warning] CAVE Insbesondere ältere Patienten weisen oftmals bereits ein grundsätzliches cholinerges Defizit auf! Durch die Einnahme anticholinerg wirkender Substanzen steigt - gerade bei Polypharmazie oder zerebraler Vorschädigung - das Risiko für die Entwicklung eines anticholinergen Syndroms!

Medikamente

Symptome

zentrale Symptome

periphere Symptome

Diagnostik

Diagnosesicherung

Anwendung

^36a4e6

Differentialdiagnosen

[!tip] wegweisender Hinwes

Therapie

[^1]: Fast alle in der Anästhesie eingesetzten Pharmaka wirken (zumeist indirekt) anticholinerg. Es besteht folglich die Gefahr eines zentralen anticholinergen Syndroms mit u.a. akut-kardiovaskulären Symptomen (Tachykardie, arterielle Hypertonie). Durch verschiedene Maßnahmen (Einsatz kurzwirksamer Anästhetika, sowie Verzicht auf Lachgas, auf prophylaktische Atropin-Applikation und auf zusätzliche Sedierung bei Einsatz einer Lokalanästhesie) kann das entsprechende Risiko gesenkt werden.

[^2]: Therapievorschlag: Physostigmin (Anticholium®) 0,03–0,04 mg/kgKG i.v., die Injektion sollte langsam erfolgen mit max. 1 mg/min (sonst Gefahr von Krampfanfällen!); Wirkeintritt nach ca. 3–15 min; Halbwertszeit nur ca. 20–30 min, daher (nach frühestens 20 min) ggf. weiterer Bolus (1-2 mg) oder kontinuierliche Infusion (1-4 mg/h) bis zu klinischen Besserung nötig; bei Kindern maximale Gesamtdosis 2 mg

Komplikationen

aortokavales Kompressionssyndrom

Aufgrund eines befürchteten „aortokavalen Kompressionssyndroms“ mit Abfall des Blutdrucks wurden in der Vergangenheit nahezu alle schwangeren Patientinnen prophylaktisch in eine leichte Linksseitenlage gelagert. Allerdings wird die Inzidenz eines relevanten Blutdruckabfalls in flacher Rückenlage auf < 10% geschätzt, d. h. nur ein kleiner Teil der Schwangeren ist überhaupt klinisch betroffen. Als pathophysiologisch ursächlich hierfür wird eine Kompression der V. cava inferior durch den graviden Uterus mit konsekutiver Verminderung des venösen Rückstroms und Abfall des Schlagvolumens angesehen. Für eine direkte Kompression der Aorta, die über viele Jahrzehnte ebenfalls als ursächlich für die beschriebenen Symptome erachtet wurde, fand sich in mehreren MRT-Untersuchungen kein Beleg.

Vor dem Hintergrund, dass nicht alle schwangeren Patientinnen in Rückenlage mit Hypotension, Übelkeit und Schwitzen klinisch auffällig werden, weisen neuere Erkenntnisse darauf hin: Es existiert ein suffizienter Umgehungskreislauf unter Einbezug der V. azygos, der die Okklusion der unteren Hohlvene kompensiert. Dabei stellt die individuelle Kapazität dieses Kollateralsystems den entscheidenden Faktor für die Aufrechterhaltung eines suffizienten venösen Rückstroms zum Herzen dar. Darüber hinaus zeigen aktuelle MRT-Untersuchungen, dass eine tatsächliche Entlastung und Wiedereröffnung der V. cava erst ab 30°-Linksseitenlage auftritt.

Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen gilt es 2 Punkte kritisch zu überdenken: Zum einen sollte anstelle von „aortokavales Kompressionssyndrom“ der Begriff „Supine hypotensive Syndrome“ verwendet werden, um nicht einen falsch verstandenen pathophysiologischen Zustand zu implizieren. Zum anderen sollte das Konzept der ubiquitären und kritiklosen Linksseitenlagerung überdacht werden. Es erscheint sinnvoller, anamnestisch jene Patientinnen zu identifizieren, die tatsächlich unter einem „Supine hypotensive Syndrome“ leiden. Bei diesen Patientinnen kann dann z. B. eine möglichst lange und betonte Linksseitenlage durchgeführt werden, die erst zum Hautschnitt für erleichterte Operationsbedingungen korrigiert wird. Die Durchführung einer Sectio unter Anwendung einer Linksseitenlage, welche die V. cava tatsächlich entlastet, ist nach Auffassung der Autoren undenkbar. Denn im klinischen Alltag werden lediglich Neigungswinkel von 5–10° erzielt bzw. von Operateur und Patientin toleriert.

Quelle: https://eref.thieme.de/ejournals/1439-1074_2023_10#/10.1055-a-2043-4329

Komplikationen

postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)

Risikoscore nach Apfel

Risikofaktor Punktzahl
weibliches Geschlecht 1
Nichtraucher 1
PONV in Anamnese 1
erwartetete postop. Opioidtherapie 1

Eingriffsbezogenens Risiko

Nur für folgende Eingriffe gilt ein erhöhtes Risiko

Therapie

Wirkstoff Dosierung Zeitpunkt Kommentar Rezeptor
Dexamethason 4 mg bei Einleitung Prophylaxe
KI: DM II
Glukokorikoid
Granisetron 1-3 mg Am Ende der OP Prophylaxe/ Therapie
KI: 1. Trimenon der Schwangerschaft
5HT3
Droperidol 0,625-1,25 mg Am Ende der OP Prophylaxe/ Therapie
KI: Morbus Parkinson
D2
Dimenhydrinat 1 mg/kg
(62 mg)
bei weiter bestehendem PONV Therapie
KI: geriatrische Patienten
H1
Die Wirkung von Propofol auf das Auftreten von PONV ist gering und wird meistens überschätzt.

Basics

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Atemwegssicherung

Prädiktoren für eine erwartet schwierige Videolaryngoskopie

physiologisch schwieriger Atemweg

Cave bei

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Regionalanästhesie

Regionalanästhesie Test